„Embodiment“ – wer hat´s erfunden?

Erst heute erfahre ich es: Arturo Hotz ist tot. Ob systemische Trainingslehre, Fairplay, Doping und andere Reizthemen der Sportphilosophie oder das Trainerbild der Zukunft – ein Vor- und Querdenker der Champions League. Schon die erste Begegnung an der Trainerakademie war eine echte Erlösung, denn meine langjährige Vermutung, dass die offiziell immer noch gültige Trainingslehre einfach zu einseitig, linear ist – so etwas komplexes wie sportliche Leistung anders verstanden werden will, wurde durch ihn – zumal in faszinierender Rhetorik – endlich bestätigt. Danke! Und so auch der Begriff, die Idee des Embodiment – dem Kernbegriff dieser Seite und Arbeit. Was erst jetzt durch die moderne Gehirnforschung beleuchtet wird, hat Arturo schon lange so genannt und beschrieben – die Wechselwirkungen physischer, kognitiver und psychologischer Elemente… Arturo: Wir vermissen Dich!

Das darf doch wohl nicht…

17.08.14, 17.29h, Zürich, Letzigrund: „Wochenlang strahlten die vier Läuferinnen in der ganzen Schweiz von allen Plakatwänden. Und Mujinga Kambundji hauchte der Schweizer Leichtathletik vor allem während der EM in Zürich neues Leben ein. Ausgerechnet am letzten Tag der Europameisterschaft unterläuft der Schweizer Rekordhalterin über 100 m und 200 m aber der grösste Fehler ihrer Karriere:

Als Startläuferin der 4×100-Meter-Staffel gleitet Kambundji nach wenigen Schritten der Stab aus der Hand, das Rennen ist verloren, das Publikum im Letzigrund schockiert. «Ich wäre am liebsten im Erdboden verschwunden», sagt sie im Interview mit Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Mit feuchten Augen erklärt sie ihr Blackout: «Nach den ersten zwei Schritten habe ich den Stab an meinem Bein angeschlagen und dann ist er mir aus der Hand gefallen.» (aus: tagesanzeiger.ch)

Das kann und wird immer mal wieder passieren, oder!? Völliger Blackout, fatale Fehlversuche im Wurfring oder beim Absprung – und im Sportspiel ist die Gefahr noch um ein Vielfaches größer – vor allem in der „CrunchTime“ kommt es auf jedes Detail an!  Aktuelles Beispiel von der U18-EM in Polen: DHB-Trainer Christian Schwarzer nach der Begegnung gegen Frankreich: „Wir wussten, dass es eng wird, haben 56 Minuten das Spiel so geführt, wir wir das wollten. Dann drei bis vier Fehlpässe, Frankreich ist wieder im Spiel – und nutzt das eiskalt aus.“

„Mentale Fitness“ ist nicht alles, aber ohne sie können alle Trainingsbemühungen plötzlich vergeblich sein oder scheinen, sind alle Investitionen und Opfer mehr oder weniger für die Katz´…

Und es gibt – wenn es hier um das konkrete Training geht – noch immer Berührungsängste und Missverständnisse, Übertriebenes, Unpraktisches oder Unwirksames, nicht selten sogar Kontraproduktives. Hier setzen wir an:

V.I.P.-Sportspiel-Erfolgstraining – ein praxisorientierter, erfahrungsgestützter und theoretisch fundierter Ansatz; als Workshop für Trainer und Talente, Training für und mit Teams… – der 1. Offene Workshop findet am 14.09.2014 in Wiesbaden statt

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